Test zu Rainbow Six Siege

Publisher : Ubisoft / Genre: Shooter / USK: 18 / Plattform: Xbox One, PS4, PC

Nach über 7 Jahren belebt Ubisoft die Marke „Rainbow Six“ wieder und startet mit einem neuen Spielkonzept. Zwar wird „Taktik“ in den neusten Teil wieder groß geschrieben, aber der Fokus liegt komplett auf den Multiplayer. Also sehen wir mal, wie „Rainbow Six Siege“ das Genre des Taktik Shooters wiederbeleben möchte.  


Singleplayer und Koop

Die KI weiß wie man sich verbarrikadiert
Die KI weiß wie man sich verbarrikadiert

Doch vorerst sollten wir den Singleplayer und den Koop Modus unter die Lupe nehmen. Zum Singleplayer : Es gibt keinen! Zwar gibt es zwölf Szenarien die man durchspielen kann, doch dienen diese eher als Tutorial für die Multiplayer-Matches. Eine Story ist gar nicht erst vorhanden, wir werden einfach in verschiedene Szenarien geworfen und müssen dort bestimmte Aufgaben erfüllen.

 

Der Koop Modus „Terroristen Jagd“ ist da schon interessanter. Mit bis zu vier Spielern müssen wir gegen KI-Gegner kämpfen. Dies ist ebenso eine gute Vorbereitung auf den Multiplayer, denn die KI hält uns ordentlich auf Trab. Auch können wir uns alleine ins Gefecht werfen, doch die Chancen hier zu gewinnen sind sehr gering. Ein paar KI-Kollegen wäre da schon hilfreich, gibt es aber nicht. Was aber noch deutlich mehr stört : Wir können uns nicht die Karte und den Modus auswählen, selbst wenn wir alleine spielen. Was sich Ubisoft dabei gedacht hat, kann ich nicht nachvollziehen. Eine Auswahl von Karten und Modi wäre wahrscheinlich nicht sehr viel Arbeit, trotzdem fehlt dies und wir müssen den Zufall entscheiden lassen. Außerdem sollten man vielleicht überlegen, ob Gegner die sich in die Luft sprengen bei nahen Kontakt, eine gute Idee für ein Taktik Shooter sind.


Die verschiedenen Operator

Mehr als 20 Operator warten auf euch
Mehr als 20 Operator warten auf euch

In den beiden genannten Modi lernen wir aber vor allem die verschiedenen Operator kennen. Über 20 verschiedenen Spezialisten gibt es, die mit verschiedenen Waffen und Ausrüstung kommen. Dabei wird in Angreifer und Verteidiger unterschieden. Es bringt sehr viel Spaß die verschiedenen Operator kennen zu lernen und deren Stärken und Schwächen zu erkennen. Hier gibt es aber ein paar Probleme im Balancing. Einige Operator sind deutlich nützlicher als andere, während einige fast nie gespielt werden. Doch so richtig unfair wird es sehr selten, denn der eigene Skill und das Teamplay sind dann doch wichtiger. Stören tut aber auch, dass die Operator erst freigeschaltet werden müssen mit Ingame-Geld. So haben es Anfänger deutlich schwieriger, da sie noch nicht Zugriff auf alle Spezialisten haben.

 


Taktischer Multiplayer

Ganze Wände lassen sich zerstören
Ganze Wände lassen sich zerstören

Der Multiplayer ist das Herz und die Seele von Rainbow Six Siege. Ein Spiel besteht aus mehreren Runden, wobei das Team gewinnt das zuerst 3 Runden gewonnen hat. Dabei wechseln die Teams die Rolle von Angreifer und Verteidiger jede Runde. Im Multiplayer kommt es vor allem auf das Teamplay an, wer alleine spielt wird nicht weit kommen. Es gibt viele verschiedene Taktische Möglichkeiten, vom Zerschlagen der Fenster bis zum Durch sprengen durch die Decke. Denn Rainbow Six Siege bietet eine , zum größten Teil, zerstörbare Umgebung. Das sieht nicht nur sehr gut aus, sondern kann neue taktische Möglichkeiten eröffnen. Nachteil der Zerstörung , ist das dadurch entstehende Chaos, wodurch die Übersicht sehr schnell verloren gehen kann. Und da Rainbow Six Siege ein Taktik Shooter ist, stirbt der eigene Charakter nach wenigen Kugeln. Dadurch ist eine komplette Fairness nicht immer gegeben, da Gegner einen treffen können, bevor man sie selber überhaupt sieht. Die zwei verschiedenen Rollen bringen Abwechslung ins Spielgeschehen. Während die Angreifer vorerst mit Drohnen das Gebäude nach den Gegner absuchen, müssen die Verteidiger sich auf den Angriff vorbereiten. Dafür verstärken sie Wände und verbarrikadieren Türen und Fenster. Das Asynchrone Spielprinzip geht voll auf und sorgt für viel Freude. Jedoch wirkt das Spielszenario sehr unglaubwürdig, vor allem weil die Terroristen genauso wie die Polizisten aussehen. Dadurch kann man auch schnell Feind von Freund verwechseln. Dort hätte man sich Gedanken über andere Charaktermodelle machen sollen. Auch die Spielmodi unterscheiden sich nur gering voneinander und es gibt deutlich zu wenig davon.