Test zu Heroes of the Storm

Publisher : Blizzard / Genre: MOBA / USK: 12 / Plattform: PC

MOBA's (Multiplayer Online Battle Arena) sind wie Algebra. Auf den ersten Blick ergeben die ganzen Zahlen und Buchstaben keinen Sinn und ein Zusammenhang ist nur schwer zu erkennen. Wer sich jedoch darauf einlässt und bereit ist zu lernen, wird recht schnell seine Freude daran haben. Heroes of the Storm richtet sich an die Personen, denen Algebra immer schwer viel.


Unterschiede und Levelsystem

Auf den ersten Blick wird Heroes of the Storm nicht sehr orignell
Auf den ersten Blick wird Heroes of the Storm nicht sehr orignell

Auf den ersten Blick sieht jedoch Blizzards Titel genauso wie die Genre Kollegen aus. 5 Charaktere kämpfen auf einer Karte mit 3 Wegen, um so schnell wie möglich die gegnerischen Gebäude zu zerstören. Was DOTA und Leauge of Legends Fans wohl am schnellsten auffällt , ist der fehlende Shop um sich Items für den Charakter zu kaufen. Blizzard verzichtet bewusst darauf, wodurch der Einstieg schon einmal etwas leichter fällt.

 

Der zweite große Unterschied zu den Genre - Kollegen ist das Levelsystem. Denn hier levelt nicht jeder Spieler für sich , sondern das Team als solches levelt zusammen. Und da kommen wir auch schon zum ersten Knackpunkt von Heroes of the Storm. Zwar sorgt das Levelsystem dafür, dass schlechtere Spieler nicht zurückbleiben , jedoch kann durch ein schlechten Spieler das gesamte Team heruntergezogen werden. Das sorgt nun dafür, dass das bessere Team immer mehr Erfahrungen sammelt und stärker wird und das schlechtere nicht mehr aufholen kann. Mehr als einmal ist es passiert, dass es zu einen Level-Unterschied von bis zu 4 Level kommt. Und dies kann man nur in den seltensten Fällen wieder aufholen.


Tiefgang durch Talente

Wenn das Team Level aufsteigt, erhält der eigene Charakter die Möglichkeit ein Talent zu wählen. Die Talente können Fähigkeiten verbessern oder passive Attribute sein. Diese Talente sorgen für einen ordentlichen Tiefgang in der Charakterentfaltung. Verschiedene Charaktere lassen sich auf verschiedene Art und Weisen spielen, wodurch man selbst nach vielen Stunden Spielzeit noch neue Strategien lernen kann. Hier hat Blizzard gute Arbeit geleistete, vor allem weil die Talente einen vor die Qual der Wahl stellen. Soll mein Held nun mehr Schaden ausrichten oder möchte ich lieber eine Fähigkeit verbessern? Soll meine Ultimative Fähigkeit nun mein Team heilen oder den Gegner betäuben? Die Vielfalt hier ist sehr groß.


Charaktervielfalt und kreative Karten

Mit Sergant Hammer lassen sich Gebäude gut "bearbeiten"
Mit Sergant Hammer lassen sich Gebäude gut "bearbeiten"

Was jedoch die größten Pluspunkte sind, sind die Kreativität der Charaktere und der Maps. Es gibt momentan über 40 Charaktere , wobei sich keiner gleich spielt. Dabei gibt es vier Klassen (Krieger, Assassine, Unterstützer und Spezialisten). Vor allem aber die sogenannten „Spezialisten“ sind eine große Abwechslung. So kann man z.B. als Sergant Hammer in den Belagerungsmodus wechseln und den gegnerischen Festungen ordentlich Schaden hinzufügen . Abathur ist, als weiteres Beispiel, ein Held, der nie direkt im Kampf eingreift sondern die anderen Helden über einen Sympioten unterstützt. Mit Helden aus Starcraft, World of Warcraft und Diablo ist für ordentlich Abwechslung gesorgt. Vor allem ist die Charakterauswahl aber auch sehr wichtig für das Teamplay und die Rollen müssen gut verteilt werden, um einen Sieg zu erreichen.

 

Interessant gestaltet sind auch die Karten. Jede ,der über 10 Karten, hat einen eigenen Kniff. Beispielsweise müssen Münzen gesammelt und abgegeben werden, um das gegnerische Team anzugreifen, oder es müssen zwei Tempel gleichzeitig eingenommen werden um Kontrolle über einen mächtigen Drachen zu gewinnen. Durch die Maps kommt es viel öfters zu Team Kämpfe , wobei das Siegerteam dann einen großen Vorteil gewinnt. Dadurch spielen sich die Matches auch deutlich kürzer (ca. 20 min) als bei Genre-Kollegen.