Kritik zu "Warcraft: The Beginning"

Auf Spieleverfilmungen liegt ein Fluch. Die meisten Filme trafen nicht auf die Erwartungen der Spieler oder wurden den Spielen nicht gerecht. Der Fluch wird aktuell personifiziert durch „Uwe Boll“, welcher sich für so einige schlechte Verfilmungen verantwortlich machen muss (z.B.:„Far Cry“ mit Till Schweiger oder „Postal“). Jedoch müssen sich auch andere Regisseure für schlechte Verfilmungen verantworten. Bevor nun aber Erinnerungen an den "Super Mario Bros"-Film hochkommen, schauen wir uns einen der heiß erwarteten Kanditaten an. Denn mit "Warcraft: The Beginning" könnte der Fluch ein für alle mal gebrochen werden.


The Beginning?

Das CGI lässt sich sehen, vor allem die Orks wirken sehr realistisch
Das CGI lässt sich sehen, vor allem die Orks wirken sehr realistisch

Vielleicht wählte Blizzard mit Absicht den Untertitel „The Beginning“ für ihren Film. Den mit Warcraft ist der Fluch, der ganz miesen Videospielverfilmungen, gebrochen, um so viel schon mal vorwegzunehmen. Ich persönlich hatte hohe Erwartungen an den Film, vor allem da Blizzard bekannt ist für gute Zwischensequenzen. Genau auf diesen Standards wollte ich „Warcraft“ sehen. Jedoch war Skepsis da, vor allem nach den Trailern. Das CGI wirkte unglaubwürdig und sah nicht besonders gut aus. Hier bestand nicht nur für mich die große Angst, dass Blizzards Auftritt auf der Kinoleinwand ein Reinfall werden könnte. Doch nach den ersten Bildern war meine Skepsis sehr schnell verschwunden. Auf der Leinwand sieht „Warcraft“ einfach unfassbar gut aus. Charaktere und die Welt sehen realistisch und glaubwürdig aus. Vor allem die Orks machen eine gute Figur. Trotzdem ist der Unterschied zwischen CGI und realen Schauspielern immer zu erkennen und es wirkt , nichts desto trotz, leicht plastisch.


Geschichte und Hintergründe

Die Geschichte von „Warcraft“ ist recht komplex und wird aus verschiedenen Seiten erzählt. Da sind einmal die Orks, die ihre sterbende Welt "Dreanor" verlassen. Dabei gibt es zwei Arten von Orks. Die grünen, vom „Fel“ berührten, und die rötlichen. In der neuen Welt "Azeroth" treffen die Orks auf die Menschen und es kommt schnell zur Keilerei. Insgesamt wirkt der Konflikt zwischen Orks und Menschen und glaubwürdig. Viel mehr von der Story werde ich hier nicht erzählen, vor allem da es einige interessante und unerwartete Wendungen gibt. Doch die Dialoge wirken nie sehr glaubwürdig und teils sehr kitschig. Die meisten Dialoge sind nur ein Mittel um die Geschichte voranzutreiben. Die Gefühle hätten mehr durch Mimik und Gestik den Zuschauer erzählt werden. Ein Preis für die besten Dialoge wird "Warcraft" auf jeden Fall nicht gewinnen


Zu wenig Infromationen

Garona ist einer der Charaktere, die einem nicht ans Herz wächst
Garona ist einer der Charaktere, die einem nicht ans Herz wächst

Da ich in der Vergangenheit nicht viel mit „Warcraft“ zu tun hatte, war die Welt und ihre Geschichte für mich relativ unbekannt. Und da ist das erste große Problem für die Videospielverfilmung. Die Geschichte wird sehr schnell erzählt, Hintergrundinformationen gibt es nur wenige. So bleibt man als Laie oftmals im Dunkeln : Was ist das „Fel“ bzw. was macht es so besonders? Aus welcher Welt kommen die Orks? Warum ist der Wächter so wichtig? Auf all diese Fragen gibt es keine Antworten. Insgesamt schreit der Film geradezu nach mehr Zeit. Es gibt , vor allem zum Anfang , viele Ortswechsel und neue Charaktere. Die Beziehungen zwischen den Figuren werden zu schnell erzählt, der Zuschauer hat kaum Zeit Empathie für diese zu gewinnen und lediglich eine handvoll Charaktere bleiben einem im Gedächtnis